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Warum Vorlesen so wichtig für die Entwicklung ist

Neue Medien ersetzen immer häufiger die Erziehung der Kinder. Noch eine Folge der liebsten Serie auf dem Tablet schauen ist als Abendroutine bei kleinen Kindern beliebter als das Zusammensein mit den Eltern. Dabei ist das Vorlesen nicht nur essentiell für die Bildung der Kinder, sondern stärkt zugleich auch das Selbstbewusstsein und regt die Vorstellungskraft an. Aber Vorlesen kann noch viel mehr. 

 

 

Vorlesen stärkt den Zusammenhalt

Kinder lieben den Klang von Mamas oder Papas Stimme. Diese haben sie schon im Bauch der Mutter begleiten, sie kennen die unterschiedlichen Tonlagen der Eltern und fühlen sich geboren, wenn sie die Stimmen von Mama und Papa hören. Schon die Kleinsten können beim Vorlesen dieses Gefühl von Geborgenheit erlangen, dass sie schon seit vielen Monaten kennen. Nach einem anstrengenden Tag beruhigt sie der sanfte Klang von Mamas und Papas Stimme. Das gemeinsame kuscheln und ansehen von Büchern stärkt den Zusammenhalt und lässt Kinder mit einem beruhigenden Gefühl zurück. 

 

 

Besseres Sprachverständnis

Viele Kinder tun sich schwer, wenn sie in der Grundschule lesen und schreiben erlernen. Das Verständnis für die Sprache ist bei vielen nicht so entwickelt, wie es in dem Alter sein sollte. Dies lässt sich auf mangelnde Kommunikation im Elternhaus zurückführen. Kinder, denen schon früh vorgelesen wurde, entwickeln schneller ein sicheres Gefühl für Sprache und haben einen weitaus größeren Wortschatz als Kinder, denen nicht vorgelesen wird.

Wenn der Nachwuchs schon früh in Kontakt mit Vorlesegeschichten kommt, weckt man damit das Interesse der Jüngsten und fordert sie somit auf, sich mit der Sprache und dem Verständnis für das Vorgelesene auseinanderzusetzen.

 

 

Das Kind lernt sich in unterschiedliche Rollen zu versetzen

Der Held rettet die Prinzessin, ein unscheinbarer wird zum Helden der Geschichte. Zwar sind viele beliebte Kindergeschichten nach einem gleichen Muster verfasst, für das Kind ergibt sich hier aber eine Welt voller unterschiedlicher Charaktäre. Es lernt sich in die verschiedenen Figuren und deren Welten hineinzuversetzen und lernt so, verschiedene Perspektiven kennen. 

 

 

Vorlesen verbessert die Konzentration

Während die Mama aus dem Buch vorliest, muss das Kind genau zu hören, um dem Handlungsstrang folgen zu können. Dies stärkt das Konzentrationsvermögen ungemein. Wer über einen Zeitraum von etwa 15 Minuten zuhören kann, kann einer altersgerechten Geschichte folgen und erhöht so seine Konzentration. 

Wem vorgelesen wird, der wird selbst zum begeisterten Leser

Neue Medien locken viele junge Menschen vor den Fernseher, an das Smartphone oder das Tablet. Wer aber schon in jüngster Kindheit mit Büchern in Berührung kommt, der weiß die Macht der Worte besser zu schätzen. Kinder, denen schon früh vorgelesen wurde, werden auch noch als Erwachsene gerne lesen. Die Begeisterung für Literatur lässt sich nämlich weitervererben. 

 

 

Die Phantasie anregen

Lustige Geschichten über Tiere, fröhliche Erzählungen von Prinzessinnen und spannende Abenteuergeschichten, phantasievolle Vorlesebücher regen die Vorstellungskraft der Kleinsten an. Sie können sich so gedanklich auf eine abenteuerliche Reise begeben und lernen so die eigene Kreativität kennen. 

 

Ab wann sollte man dem Nachwuchs vorlesen?

Viele Eltern beginnen viel zu spät mit der Förderung der Kinder. Wenn Sie Ihrem Kind vorlesen möchten, können Sie damit bereits im Alter von drei Monaten beginnen. Das Kind erlernt dann schon die Unterschiede der Laute und kann später so eine bessere Entwicklung des Sprachverständnisses erleben.

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